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Von der Höhlenzeichnung bis zum Hyperrealismus im digitalen Zeitalter von heute fasziniert uns Menschen die geheimnisvolle Illusion der Wirklichkeit im Abbilden der Welt in der wir leben.

Während sich der Realismus in allen seinen Formen in vielen umliegenden Ländern Europas seit vielen Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut, führt dieser in der Schweiz nach wie vor ein Schattendasein.

 

Dank der grosszügigen Unterstützung durch das Kunst(Zeug)Haus Rapperswil und der Eigeninitiative von zwei Kunstschaffenden bietet sich die seltene Gelegenheit zeitgenössische Virtuosen der Realistischen Malerei aus der Schweiz an einer gemeinsamen Ausstellung zu entdecken: REAL’23 – vom 5. bis 14. Mai 2023 zu Gast im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil.

Wer dabei ist – von A bis Z

Wie definiert sich Realismus in der Malerei?

«Realismus (von lateinisch realis ‹die Sache betreffend›; res: ‹Sache, Ding› bezeichnet in der Kunstgeschichte eine Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa einsetzende neue Kunstauffassung, die sich gegen Darstellungen des Klassizismus und der Romantik wandte.» So lautet die Definition zum klassischen Realismus gemäss Wikipedia. Zum  Hyperrealismus steht dort das folgende: «Der Hyperrealismus, auch Superrealismus, ist eine Kunstrichtung, die Malerei und Skulptur, aber auch Fotografie und Film umfasst. Der Realismus war immer ein wichtiges Element in der Reihe der Stilrichtungen in der Kunst.[1] Der Hyperrealismus ist eine Weiterentwicklung des Realismus und benachbart zur Pop Art. Sein Ideal ist nicht unbedingt eine exakte lebenstreue Nachbildung, wie sie typisch für den Realismus ist, sondern eine fotorealistische Übersteigerung der Wirklichkeit, eine ‹überschärfte Realität›.[2] Die Abstraktion wird zurückgewiesen.»

Soweit also Wikipedia. wo steht der real existierende (Hyper-)Realismus in der Malerei heute? Lesen Sie hier verschiedene Positionen dazu: 

José Manuel Infiesta – Gründer des MEAM (Museo Europeo de Arte Moderno, Barcelona, Spanien) kritisiert den zeitgenössischen Mainstream in der Kunst und wagt es, eine große Sammlung von Werken aktiver Künstler zu präsentieren und in einem Manifest die Rückbesinnung auf das künstlerische Handwerk zu propagieren.

Jacques Bodin – einer der wichtigsten Vertreter der hyperrealistischen Strömung in Europaberichtet in seinem Panorama aus erster Hand über die Entwicklung und den Zustand der (hyper-)realistischen Malerei von 1960 bis heute .

Fred Ross – Gründer und Vorsitzender des Art Renewal Center, New Jersey, USA – befasst sich mit der Abstraktion und findet, dass selbst der beste Rothko, der die wunderbarsten Farbkombinationen verwendet, Rembrandt nicht das Wasser reichen kann.

Laura Isabel Silvestri – sicher eine der jüngsten Vertreterin des Hyperrealismus’schlägt in ihrer ausführlichen Recherche den Bogen der realistischen Malerei vom Spätmittelalter bis heute und sucht zu ergründen, mit welchen Mitteln in der Kunstgeschichte ein fotografischer Realismus erzeugt wurde und wird.

Realistische Malerei aus der Schweiz – vom 5. bis 14. Mai 2023 zu Gast im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil.